Kfz-Haftpflicht­versicherung

Die Kfz-Haftpflicht ist Pflicht – die Qualität des Flottenkonzepts ist dagegen Verhandlungssache.

Kfz-Haftpflicht­versicherung für Unternehmen: Auf dieser Seite erfahren Sie, was der Versicherungs­schutz leistet, wer ihn benötigt, welche Schäden typischerweise versicherbar sind und worauf es bei der Vertrags­gestaltung besonders ankommt.

Was leistet dieser Versicherungs­schutz?

Die Kfz-Haftpflicht­versicherung schützt vor gesetzlichen Haftpflicht­ansprüchen Dritter, die durch den Gebrauch eines versicherten Fahrzeugs entstehen. Sie ist in Deutschland für zulassungspflichtige Fahrzeuge Pflichtversicherung.

Haftpflicht­versicherung bedeutet immer zweierlei: Prüfung der Haftungsfrage und im vereinbarten Umfang Freistellung von berechtigten Ansprüchen. Unberechtigte Forderungen werden abgewehrt; insoweit ist die Police zugleich passiver Rechtsschutz.

Wer benötigt diese Versicherung?

Jedes Unternehmen mit zugelassenen Fahrzeugen, Flotten, Anhängern oder speziellen Kennzeichenlösungen benötigt Kfz-Haftpflichtschutz.

Was ist konkret versichert?

Versichert ist die gesetzliche Haftung des Halters, Eigentümers und berechtigten Fahrers aus dem Gebrauch des versicherten Fahrzeugs im vereinbarten Umfang.

Welche Gefahren und Schäden sind versicherbar?

  • Personen-, Sach- und Vermögens­schäden Dritter aus dem Fahrzeuggebrauch
  • Haftung beim Fahren, Rangieren, Be- und Entladen, soweit der Schaden dem Gebrauch des Fahrzeugs zuzurechnen ist
  • Ansprüche gegen Halter, Eigentümer oder Fahrer innerhalb des versicherten Rahmens
  • Abwehr unbegründeter Ansprüche

Welche Gefahren und Schäden sind nicht versichert?

  • Eigenschäden am eigenen Fahrzeug – dafür ist die Kaskoversicherung zuständig
  • Vorsätzliche Schadenverursachung
  • Ansprüche aus nicht versichertem oder nicht zulässigem Fahrzeuggebrauch
  • Bestimmte rein vertragliche Ansprüche oder nicht fahrzeugbezogene Betriebshaftungsrisiken

Geltungsbereich der Versicherung?

Der Geltungsbereich folgt den AKB und den gesetzlichen Regelungen, regelmäßig mindestens innerhalb der vereinbarten geographischen Zone. Grenzüberschreitender Einsatz, Spezialkennzeichen oder Fuhrparks mit Auslandsbezug sind gesondert zu prüfen.

Bei internationalen Liefer- und Leistungsbeziehungen sind Export-, USA/Kanada-, Tochtergesellschafts-, Niederlassungs- und Gerichtsstandklauseln gesondert zu prüfen.

Wie wird die Versicherungs­summe ermittelt?

Die Kfz-Haftpflicht folgt den gesetzlichen Mindestdeckungen, in der Praxis sollten jedoch deutlich höhere pauschale Deckungs­summen gewählt werden. Für Flottenkunden ist die strategische Gestaltung von Selbstbehalten, Schadenservice und Fahrerregelungen entscheidend.

Welche Zahlungen werden im Schadenfall geleistet?

  • Befriedigung berechtigter Schadenersatzansprüche Dritter
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
  • Übernahme von Gerichts-, Anwalts- und Sachverständigenkosten zur Haftungsabwehr
  • Leistung bis zur vereinbarten Deckungs­summe

Was ist zu beachten?

Wichtig sind Fahrerkreise, Einsatzarten, Anhänger, Wechselaufbauten, Sonderkennzeichen, Werkstatt-/Probe-/Überführungsfahrten und die Abgrenzung zu Betriebs­haftpflicht- sowie Kasko- und Transportthemen.

Besonders relevant sind Risiko­beschreibung, versicherte Tätigkeiten, Sublimite, Serienschadenklauseln, Eigenschaden- und Rückrufausschlüsse, vertragliche Haftungserweiterungen sowie die Frage, welche Mitversicherten tatsächlich eingeschlossen sind.

Aus der Praxis

Schaden­bei­spiele aus dem Alltag

Auffahrunfall eines Firmenwagens

Ein Mitarbeiter verursacht mit dem Firmenwagen einen Auffahrunfall. Die Kfz-Haftpflicht reguliert die Personenschäden und Sachschäden des Unfallgegners.

Schaden beim Rangieren auf Kundengelände

Ein Transporter beschädigt beim Rangieren auf dem Kundengelände eine Toranlage. Maßgeblich ist, ob der Schaden dem Fahrzeuggebrauch zuzurechnen ist; dann greift die Kfz-Haftpflicht.

Tipps für den Versicherungs­schutz

1

Wählen Sie hohe pauschale Deckungs­summen und nicht nur die gesetzliche Mindestlösung.

2

Prüfen Sie Flottenregelungen, Fahrerkreis, Auslandseinsatz und Spezialfahrzeuge.

3

Stimmen Sie Kfz-Haftpflicht, Kasko, Transport- und Betriebs­haftpflicht strategisch ab.

4

Erfassen Sie Anhänger, Wechselaufbauten und Werkstatt-/Überführungsrisiken vollständig.

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