Transport-, Lager- und Warenversicherung

Warenwerte sind heute über die gesamte Supply Chain exponiert – nicht nur auf dem LKW, sondern auch im Zwischenlager und beim Umschlag.

Transport-, Lager- und Warenversicherung für Unternehmen: Auf dieser Seite erfahren Sie, was der Versicherungs­schutz leistet, wer ihn benötigt, welche Schäden typischerweise versicherbar sind und worauf es bei der Vertrags­gestaltung besonders ankommt.

Was leistet dieser Versicherungs­schutz?

Die Transport-, Lager- und Warenversicherung schützt die versicherten Sachen Ihres Unternehmens gegen die finanziellen Folgen eines versicherten Transports, einer Zwischenlagerung oder eines versicherten Lagerereignisses. Erstattet wird regelmäßig der unmittelbare Sachschaden; je nach Vertrags­gestaltung können zusätzlich Aufräumungs-, Bewegungs- und Schutzkosten, Mehrkosten sowie sonstige vereinbarte Nebenkosten eingeschlossen werden.

Für produzierende Unternehmen ist diese Sparte ein zentraler Baustein des Sach­versicherungs­konzepts. Entscheidend ist, dass der Vertrag nicht nur die Standardgefahr benennt, sondern auch die betriebsspezifischen K.O.-Klauseln, Sicherungs­vorschriften und Entschädigungs­grenzen sauber verhandelt sind.

Wer benötigt diese Versicherung?

Unternehmen mit eigenen Warenströmen, nationalen oder internationalen Lieferketten, Beschaffungs- und Absatzlogistik, Fremdlagern, Konsignationsbeständen oder sensiblen Hochwertgütern benötigen regelmäßig diesen Schutz.

Was ist konkret versichert?

Versichert sind Waren, Rohstoffe, Halbfabrikate, Fertigprodukte, Ersatzteile, Verpackungen oder Handelswaren während des Transports, der transportbedingten Zwischenlagerung und – je nach Konzept – während benannter Lagerungen.

Welche Gefahren und Schäden sind versicherbar?

  • Verlust oder Beschädigung der Ware während der Beförderung auf vereinbarten Transportwegen
  • Be- und Entladeschäden, Umschlag-, Zwischenlager- und Lagergefahren, soweit eingeschlossen
  • Diebstahl, Unterschlagung, Raub, Elementarereignisse, Unfall des Transportmittels und weitere benannte Gefahren
  • Aufwendungen zur Schadenabwendung, Bergung, Umladung, Entsorgung oder Notsicherung im vereinbarten Umfang

Welche Gefahren und Schäden sind nicht versichert?

  • Verzögerungsbedingte reine Vermögens­schäden ohne entsprechende Zusatzdeckung
  • Normales Verderb-, Schwund-, Bruch- oder Rostrisiko infolge ungeeigneter Verpackung oder mangelnder Versandfähigkeit
  • Vorsätzlich pflichtwidrige Verstöße gegen Verpackungs-, Kühl- oder Sicherungsvorgaben
  • Schäden, die bereits von einem Verkehrshaftungsversicherer oder Frachtführer zu ersetzen sind, soweit Regress möglich ist

Geltungsbereich der Versicherung?

Der Geltungsbereich richtet sich nach der vereinbarten Transportgeographie, z. B. Inland, Europa oder weltweit. Lagerorte, Fremdlager, Kommissionslager und Incoterms-Risiken sind gesondert zu prüfen.

Versichert sind regelmäßig die im Versicherungs­vertrag bezeichneten Betriebs­stätten. Weitere Standorte, Außenlager, Fremdlager, Baustellen oder mobile Risiken müssen gesondert benannt oder pauschal mitversichert werden.

Wie wird die Versicherungs­summe ermittelt?

Die Versicherungs­summe orientiert sich typischerweise am Warenwert einschließlich Fracht, Zoll, Kosten und vereinbartem imaginären Gewinnzuschlag. Für Lagerungen sind Spitzenwerte, saisonale Schwankungen und Maximallinien sauber zu ermitteln.

Welche Zahlungen werden im Schadenfall geleistet?

  • Entschädigung für beschädigte oder verlorene Waren bis zur vereinbarten Summe
  • Erstattung versicherter Bergungs-, Umladungs-, Entsorgungs- und Schadenminderungskosten
  • Gegebenenfalls Mitversicherung von Zoll, Fracht, imaginärem Gewinn oder Mehrkosten
  • Leistung auch dann, wenn der Transportführer seine Haftung begrenzt oder ablehnt, sofern die Warenversicherung greift

Was ist zu beachten?

Transport- und Lagerkonzepte scheitern in der Praxis oft an Schnittstellen: falsche Incoterms, nicht gemeldete Fremdlager, fehlende Kühlkettenregelungen, unzureichende Diebstahlsicherungen oder nicht dokumentierte Verpackungsstandards.

Im Schadenfall prüft der Versicherer sehr genau, ob gefahrerhebliche Umstände richtig angegeben wurden und ob Sicherheits­vorschriften eingehalten waren. Gerade bei Produktions­unternehmen entscheiden Risiko­beschreibung, Summenermittlung und Sonderklauseln über die tatsächliche Werthaltigkeit des Versicherungs­schutzes.

Aus der Praxis

Schaden­bei­spiele aus dem Alltag

Beschädigte Maschine im Seeverkehr

Eine verpackte Produktionsmaschine wird auf dem Seeweg transportiert und bei schwerem Wetter im Container beschädigt. Die Transportversicherung ersetzt den versicherten Warenschaden, obwohl die Haftung des Carriers vertraglich begrenzt ist.

Diebstahl aus Fremdlager

In einem externen Konsignationslager werden hochwertige Komponenten entwendet. Ob Deckung besteht, hängt wesentlich davon ab, ob das Fremdlager und die dortige Sicherungsqualität im Vertrag sauber erfasst sind.

Tipps für den Versicherungs­schutz

1

Prüfen Sie Incoterms, Gefahrenübergänge und Eigentumsübergänge gemeinsam mit dem Versicherungskonzept.

2

Melden Sie Fremdlager, Außenlager, Zwischenlager und saisonale Spitzenwerte aktiv an.

3

Achten Sie auf Diebstahl-, Kühlketten-, Verpackungs- und Be-/Entladeklauseln.

4

Stimmen Sie Warenversicherung, Verkehrshaftung und Sach-/BU-Deckung sauber aufeinander ab.

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Die am Markt üblichen Standard­verträge reichen für produzierende Unternehmen häufig nicht aus. Denn die am Markt üblichen Standard­verträge enthalten regelmäßig Deckungs­lücken (K.O.-Klauseln) und sind zu häufig für Produktions­unternehmen nicht geeignet.

Unser Fachgebiet ist es, für Ihr Unternehmen maß­geschneiderten Versicherungs­schutz zu schaffen, mit Verträgen die Ihnen Vorteile im größeren Schadenfall schaffen.

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